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Jazz
Do. 31.10.   20.00 h

MAISHA

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BOX1

Maisha (Brownswood Recordings/UK) *live*

Doors: 20h
Show: 21h

Minimum age: 16

*Presale 15 € plus fee * Box Office 18 €*


Maisha: Energetischer Modern Jazz mit Einflüssen aus Latin und Afrobeat.

Britischer Jazz macht seit einiger Zeit wieder verstärkt mit einer nachwachsenden Generation an Musikern auf sich aufmerksam. Und anders als bei Acid Jazz ist dieses neue London-Ding kein Retro-Trend. Es gibt zahlreiche Talente, die über einen kleinen Expertenkreis bekannt werden. Darunter befindet sich auch das Sextett Maisha um den Schlagzeuger Jake Long, dessen bekanntestes Gesicht die junge Saxophonistin Nubya Garcia ist. Ähnlich wie beim kalifornischen Kollegen Kamasi Washington hört man bei Maisha ein starkes Interesse am Spiritual Jazz der Coltranes oder Sun Ras heraus. Im Jahre 2016 gab’s mit „Welcome To A New Welcome” eine erste EP, zwei Jahre später steuerten sie einen Beitrag auf Brownswoods feiner Jazz-Compilation „We Out Here” bei und supporteten live das Sun Ra Arkestra. Ihr durch Jazz, Afrobeat und Pharoah Sanders inspirierter Sound vereint Trance-induzierte Rhythmen, instinktive, musikalische Kreuzungen und Melodie-Refrains. Irgendwo zwischen Modern Jazz, Latin und Afrobeat entsteht so eine magische Reise durch ein wieder zeitgemäßes Genre. Mit treibender Percussion und einem virtuosen Gitarrensolo von Shirley Tetteh wird ein mitreißender Groove erzeugt. Das aktuelle Debüt-Album „There Is A Place” ist ein Spiegel diverser Londoner Kulturen und lädt zum Nachdenken ein. Bei aller Spannung und Energie gibt es auch ruhige Momente. Und was in Südlondon alltäglich aus öffentlichen Lautsprechern und elterlichen Stereoanlagen kommt, ist nicht Helene Fischer, sondern Reggae, Dancehall, Afrobeat, Calypso oder Hip Hop. Während Jungle aus einer bereits bestehenden Soundsystem-Kultur entstand und Grime das Produkt erschwinglicher digitaler Produktionsmittel war und mit wenigen Beteiligten und einem Laptop auskam, war in der Jazz-Szene lange kein Platz für Genre-Hopping. So kommt wieder mal Gilles Peterson ins Spiel. Wenn Jazz irgendwie interessant ist, hat der BBC-DJ die Platte in der Tasche oder bringt sie selbst heraus. Auf seinem Label Brownswood Recordings erschien bereits Musik von Sängerin Zara McFarlane und dem von Afrobeat beeinflussten bläserzentrierten Kokoroko. Jazz ist nicht länger im Alleinbesitz von Akademie und Avantgarde: Die neu entstandene, familiäre Community erzählt musikalisch von ihrem Hintergrund und aus einem Alltag, den die Kids verstehen. Und zwar auf dem Dancefloor.

https://soundcloud.com/musicofmaisha


Maisha

(Brownswood Recordings/UK) Jazz

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