DATES
NEWSLETTER  >
Electronica, Alternative
Sa. 27.10.   19.00 h

THE BLACK QUEEN

TICKETS

Tickets also at: Koka 36


flyer
BOX1

The Black Queen (USA) *live*

Support:
Tennis System (US)
Kanga (US)

Doors: 19h
Show: 20h

Minimum age: 16

*Presale 18 € plus fee * Box Office 23 €*


The Black Queen: Zwischen EBM, Synth-Pop und New-Wave

Bei The Black Queen handelt es sich um ein ziemlich interessantes Electronic-Project von Greg Puciato, der als verdammt guter Sänger seiner Ende 2017 aufgelösten Extrem-Metal-Band The Dillinger Escape Plan allen bekannt sein dürfte. Das Stimmgewitter beherrscht trotz aller Aggressionen einen faszinierenden Klargesang.

Und so hat sich der Klangakrobat vor einigen Jahren mit The Black Queen eine neue Spielwiese gesucht. Hier hüllt sich Puciato in einen sehr sensiblen wie sinnlichen Gesang, der über flirrende New Wave-Beats fliegt. Für den berührenden, streckenweise melancholischen Synthpop ist nicht zuletzt Joshua Eustis von Telefon Tel Aviv verantwortlich. Hinzu kommt noch der Programmierer und Gitarrist Steven Alexander Ryan (Nine Inch Nails).

Das Trio aus Los Angeles auf die genannten Bands zu reduzieren, würde aber auf einen abseitigen Weg führen. Fast schon zahm ist Greg Puciato für seine neue Selbstfindung geworden, wenn man sich den perfekt besungenen Ambient-Pop von „The End Where We Start“, den Dance-Hit „Ice To Never“ oder das emotionale „Maybe We Should“ anhört.

Das Debüt-Album „Fever Daydream“ ist ein großartiges Werk und unfassbar gut produziert. Es ist eindrücklicher Beweis, dass Greg richtig gut singen kann und hier auch einen anderen Teil seiner Seele freigibt und das emotionale Potpourri der schwarzbemantelten 80s inklusive EBM-Beats und-Industrial-Sounds (wie man sie auch von Nine Inch Nails, Joy Division oder Depeche Mode kennt) sehr gerne mag.

Sein emotionalisierender Gesang ist in seinen Betonungen ein wenig an Trent Reznor angelehnt, und auch der Gesamtlook nicht soweit entfernt von den Nine Inch Nails - mit ein paar Ausflügen in beseeltere Terrains. Durch Puciatos eindringliche Stimme bekommen die Songs ein gehöriges Maß an Bodenhaftung. Bei all seinen Projekten überzeugte er durch seine stimmliche Präsenz. Das ist bei The Black Queen nicht anders, auch wenn er hier weniger als Shouter und Screamer gefordert ist, sondern mit seinem Gesang eher unterschwellig eine deepe Atmosphäre erzeugt.

Wie überhaupt das ästhetische Konzept eine besondere Rolle spielt. Das beginnt beim durchdringenden Sound und geht über das Artwork bis hin zu den kunstvollen Videos und der Bühnenshow. Im Moment befinden sich The Black Queen im Studio, um an ihrer zweiten Platte zu arbeiten. Heute wird es düster, aber keinesfalls unheimlich.

Neben The Black Queen stehen an diesem Abend außerdem zwei hochkarätige Support-Acts auf der Bühne. Zum einen wäre da Kanga, eine Produzentin und Live-Performerin aus LA, die die New-Wave-Legende Gary Numan schon mal einen der besten Elektronic-Acts, die er kennt, bezeichnet. Auch aus LA kommen Tennis System angereist. Das Trio legt einen spannenden Spagat zwischen eingängigen Indie-Pop-Melodien und energetischem Noiserock hin, der vor allem live überzeugt. Deshalb kührte sie die Zeitung LA Weekly kurzerhand zu einer der besten Live-Bands der Stadt.

Wir freuen uns auf einen geilen Konzertabend mit drei großartigen Live-Bands.

https://soundcloud.com/theblackqueen-2
https://soundcloud.com/tennissystem
https://soundcloud.com/kanga_kult


The Black Queen

(USA) Electronica, Alternative

© GRETCHEN Berlin 2016 webdesign: dotcombinat berlin