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Electronica, Bass
Sa. 21.10.   23.59 h

20/20 LABELNIGHT ft. IVY LAB, GREAT DANE, MAD ZACH & DEFT


flyer
BOX1

Ivy Lab (Critical/UK)
Great Dane (TeamSupreme/Alphapup/US)
Mad Zach (Mad Lab/Saturate/USA)
Deft (2020/Project: Mooncircle/UK)
Delfonic (Oye Records/D)
Soulmind (Through My Speakers/D)

*8 € before 0.30h, 12 € after*
*all tickets cash at night * no presale*


20/20: Gebrochene Beats und düstere Bässe aus der Zukunft.

Seit dem Jahr 2012 veröffentlichen mit Sabre, Stray & Halogenix drei international renommierte Produzenten unter dem Namen Ivy Lab wegweisende Musik und werden durch die Bank gefeiert, u.a. von allen Magazinen des internationalen Drum'n'Bass-Zirkus.
Nachdem es auf den letzten Ivy Lab Veröffentlichungen neben dem atmosphärischen Sound auch immer wieder wonky Halfstep-HipHop gab, haben die Jungs inzwischen ein ganzes Album mit ihrer Interpretation von 85 BPM gefüllt. Irgendwo zwischen dreckig zusammengesampleten Company Flow Oldskool-Instrumental-Hip-Hop und groovigen Synthesizern wabern die angenehm unperfekten, aber dennoch mächtig schiebenden Beats auf ihrem Album „20/20” vor sich hin.
Dieses Album war zudem der Startschuss für ihr eigenes gleichnamiges Label, das nicht einfach nur eine Plattform für ihre Musik, sondern ein Netzwerk für Künstler mit gleichen Ansätzen werden sollte. Und das mit Erfolg. Diese zukunftsgewandte Ausrichtung kommt an und hat noch einiges an Potenzial. Von der Begeisterung kann man sich bei der von Ivy Lab kuratierten 20/20 Labelnight überzeugen, die in Berlin im Gretchen ihr Zuhause gefunden hat.

Einer der Gäste von Ivy Lab ist in dieser Nacht Great Dane aus Los Angeles. Es ist sicherlich nicht übertrieben zu sagen, dass kaum ein anderer Produzent einen gleichen Approach beim Schreiben seiner Tracks hat wie er. Beispielhaft für seinen Umgang mit seiner eigenen Musik steht einer seiner beliebtesten Tracks "To Stay", der zuerst als wohlige Electronica-Pop-Nummer beginnt, sich dann zu einem düsteren Bass-Track wandelt, nur um dann am Ende beide Welten auf beeindruckende Weisen zusammenzubringen.
Das scheint eines der Leitmotive von Great Dane zu sein — Track, Stimmungen und Arrangements aufzubauen und immer wieder einstürzen zu lassen. So als würde er Freude daran empfinden, den Konsum zu erschweren. Aber allein dieser Weg sorgt für reichlich Überraschungen und reißt einen immer aus dem Easy-Listening in die Aufmerksamkeit.
Er geht — und das spürt man ständig — mit einer großen Selbstironie an seine Tracks heran. Davon zeugen auch die vielen humorvollen Einsätze von Vocalschnipseln, die zeigen, dass es sich offenbar selbst nicht zu ernst nimmt. Sein 2015er Album "Great Dane" sollte ihn und seinen Sound wohl etwas konkretisieren, wofür der Titel ein Indiz ist. Man könnte es als Ansammlung düsterer, gebrochener Hip-Hop- und Trap-Beats bezeichnen. Allesamt sehr sphärisch und mitreißend. Im Club ist das alles noch unwiderstehlicher.

Auch Deft, das zweite Mitbringsel von Ivy Lab, macht einem eine Einordnung nicht so leicht. Wobei man bei ihm vor allem in den letzten Jahren eine klarere Stoßrichtung als zuvor erkennen kann. Auf seiner "Blackest" EP ist die Stimmung meist düster, die Bässe tief und die Beats gebrochen.
Die Liebe zum Hip-Hop und zu Footwork-Grooves lassen sich ebenso erkennen wie die Freude an knarzenden Neurosounds die wir aus dem Drum’n’Bass kennen. Auf seinen zahlreichen Mixen (u.a. für Solid Steel, I-D und RinseFM) bekommt man eigentlich alles zu hören, was es an innovativer, frischer, Leftfield-Bassmusic so gibt.
Defts "Blackest" EP war im übrigen der zweite Release auf dem 20/20 Label, direkt nach dem der Gründer. Eine kleine Auszeichnung, die ihm einen ordentlichen Beliebtheits-Boost verpasst hat.

Mad Zach verbindet klangliche Einflüsse von Hip-Hop bis Jungle, Techno, Dubstep und Trap, bleibt dabei immer innovativ und einzigartig. Mit Releases auf Labels wie Deadbeats, Saturate, Plasma Audio und Robotech Neo, hat er bereits einiges an Aufsehen erregt, so dass auch Szene-Größen wie Aphex Twin, Barclay Crenshaw und G Jones seine Tracks spielen. Mad Zachs Live-Sets verschmelzen die Elemente von Controllerism und DJing - und seine Performance-Videos für Native Instruments und Ableton haben inzwischen mehr als zehn Millionen Views auf Youtube.

Wir sind sehr gespannt auf die nächste Ausgabe der 20/20 Labelnight, auf die Beats aus der Zukunft und das open-minded Publikum, das diese Club-Nacht immer zieht. Unterstützt wird dieses Quartett in dieser Nacht von unseren Residents Delfonic und Soulmind.

https://soundcloud.com/ivylab
https://soundcloud.com/grrrreatdane
https://soundcloud.com/deft
https://soundcloud.com/mad-zach
https://soundcloud.com/delfonic
https://soundcloud.com/soulmind


Ivy Lab

(Critical/UK) Drum'n'Bass

Great Dane

(TeamSupreme/Alphapup/US) Electronica

Mad Zach

(Mad Lab/Saturate/USA) Bass, Beats

Deft

(2020/Project: Mooncircle/UK) Electronica

Delfonic

(Oye Records/D) Funk, Electronica

Soulmind

(Through My Speakers/D) Electronica

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